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05.08.2011 | BITKOM: Vor 30 Jahren kam die PC-Welt in Schwung

Im August 1981 kam der erste PC mit IBM-Standard auf den Markt. In diesem Jahr wird damit gerechnet, dass weltweit 406 Millionen PCs verkauft werden, davon 15 Millionen in Deutschland.
Vor 30 Jahren kam der PC-Markt in Schwung. Am 12. August 1981
brachte IBM den ersten Personal Computer mit der Typenbezeichnung
5150 auf den Markt. Damit wurde ein Standard gesetzt, der die
rasante Verbreitung von PCs in Unternehmen und Privathaushalten
initiierte und den Grundstein für den Aufstieg von Microsoft und
Intel legte. Eine Besonderheit dieses Rechners war sein modularer
Aufbau: Neue Funktionen oder leistungsfähigere Komponenten konnten
durch Steckkarten nachgerüstet werden. Zur starken Verbreitung trug
auch das offene Konzept bei: Andere Hersteller durften die
grundlegende Architektur ohne Lizenzabgaben nachbauen. Durch den
modularen Aufbau und das offene Konzept entwickelte sich der IBM-PC
schnell zu einem Standard.
30 Jahre und zahlreiche Geräte-Generationen später verkaufen sich
PCs sehr gut. 2010 wurden nach Angaben von IDC weltweit 346,2
Millionen PCs abgesetzt. Das European Information Technology
Observatory (EITO) kommt für Deutschland auf 13,7 Millionen
verkaufte PCs, so viele wie nie zuvor. Für 2011 werden weitere
Steigerungen vorausgesagt: Der weltweite PC-Absatz soll 2011 auf
405,9 Millionen PCs ansteigen. Für Deutschland prognostiziert EITO
mit 15,4 Millionen verkauften PCs in diesem Jahr ebenfalls eine
weitere Zunahme.
Arbeitsspeicher von 16 oder 64 KB
Während Commodore, Apple und Hewlett-Packard bereits seit Mitte der
70er Jahre kleinere Rechner im Markt hatten, startete IBM erst
1981, brachte damit aber den ganzen Markt in Schwung. Die
Ingenieure griffen auf Standardbauteile zurück und benötigten für
den 5150 nur wenige Monate Entwicklungszeit. Das Betriebssystem
kaufte man von einem noch jungen Unternehmen zu:
Microsoft. Dieses hatte zwar auch keine passende Software vorrätig, Bill Gates und Paul Allan erkannten jedoch die Bedeutung des IBM-Auftrags. Die beiden Microsoft-Gründer kauften Systemsoftware von anderen Entwicklern ein und lizensierten diese als PC-DOS 1.0 an IBM. Den Prozessor für den 5150 lieferte Intel. Diese Kombination wurde später als „Wintel“ bezeichnet. Der Grundstein für den Erfolg von Microsoft und Intel war damit gelegt. Bis heute wird ein Großteil der Personal Computer mit einem Betriebssystem von Microsoft und einem Prozessor von Intel ausgeliefert.
Aus heutiger Sicht erscheinen die Spezifikationen des 5150
spärlich: Der Anwender konnte auf eine Intel-CPU mit 4,7 MHz
zurückgreifen. Als Arbeitsspeicher dienten, je nach Ausstattung, 16
oder 64 KB. Die Daten wurden auf 5,25 Zoll großen Disketten
gespeichert. Das Betriebssystem lag nur auf einer Diskette vor,
erst das Nachfolgemodell verfügte über eine Festplatte. Zwar war
die technische Ausstattung durchschnittlich. Da es aber
Office-Software wie die Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 für die
neue Plattform gab, verbreitete sich der 5150 schnell in der
Arbeitswelt. Personal Computer, denen das Attribut „IBM-kompatibel“
fehlte, ließen sich nach dem 5150 für lange Jahre nur noch mit Mühe
verkaufen.
Datenquelle: Das European Information Technology Observatory
(www.eito.com) liefert aktuelle Marktdaten zu den weltweiten
Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und
Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research
GmbH. Das EITO arbeitet mit den Marktforschungsinstituten IDC,
IDATE und GfK zusammen.
