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08.09.2009 | Der Anfang vom Ende der Glühlampe

Noch nie hat Elektrotechnik soviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Grund: Seit dem 1. September gelten für Leuchtmittel in der Europäischen Union schärfere Anforderungen an die Energieffizienz. Diese bedeuten das Aus für viele Produkte.

Am 1. September war es soweit: Mattierte konventionelle Glüh- sowie Halogenlampen dürfen seit dem Stichtag nicht mehr „erstmals in Verkehr“ gebracht werden. Für klare Standard-Glühlampen gilt: Lampen über 75 Watt müssen die Effizienzklasse C erreichen, für die übrigen gilt die Mindestenergieeffizienz- klasse E. Diese neuen Regeln bedeuten für zahlreiche Produkte das Aus. Vor dem Stichtag in den Handel gebrachte Lampen dürfen weiter verkauft werden, Lampen in Gebrauch müssen nicht ausgetauscht werden!

Der erzwungene Abschied von der Glühlampe soll dazu beitragen, durch energieeffiziente Produkte die Effizienz- und Klimaziele der EU zu erreichen. Für die Elektrobranche ist diese Umstellung eine große Chance.

Keine Gefahren für die Gesundheit

Besonders über angebliche gesundheitliche Risiken durch moderne Leuchtmittel wurde in den letzten Wochen intensiv diskutiert. Das bezog sich in erster Linie auf Kompaktleucht-stofflampen, die bekanntlich Quecksilber enthalten und durch die integrierten Vorschalt- geräte auch elektromagnetische Strahlung abgeben. Zu beiden Aspekten nahm der „Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie“ (ZVEI) Stellung. „Beim normalen Gebrauch von Energiesparlampen bestehen entgegen irreführenden Presse- meldungen keine gesundheitlichen Gefahren“, teilte der ZVEI mit. "Es gibt keine fundierte Untersuchung, die Gesundheitsrisiken durch Energiesparlampen festgestellt hat. Der Umstieg von Glühlampen auf energieeffiziente Alternativen schützt das Klima und ist kein Risiko für den Verbraucher", so Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektrische Lampen. Dies werde auch von Umweltverbänden so gesehen.

Laut ZVEI seien amtliche Studien unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen, dass Energiesparlampen völlig unbedenklich sind. Aktuell habe dies das Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt. Eine Studie im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit habe festgestellt, dass Lampen im Vergleich zu anderen elektrisch betriebenen Geräten eine unbedeutende elektromagnetische Quelle sind.

Auch vom Quecksilber in den Energie- sparlampen geht laut ZVEI keine Gefahr aus. Die Menge sei gering und werde nur freigesetzt, wenn die Lampe zerbricht. Bei richtiger Entsorgung gebe es keine Gefahren. Quecksilber falle auch bei der Stromerzeugung an. Herkömmliche Glühlampen bedeuteten deshalb wegen ihres vielfach höheren Stromverbrauchs mehr Quecksilberfreisetzung.

Info im Internet

Wer sich oder seine Kunden über die neuen Regeln informieren möchte, findet auf den Seiten der Initiative www.licht.de sorgfältig gemachte PDF-Flyer zum Herunterladen und viele weitere Details.

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