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21.09.2009 | Miele: Stabiler Umsatz

Im Umfeld der schwersten Rezession seit 80 Jahren hat sich Miele bestens behauptet: 2,77 Milliarden Umsatz meldet der Hersteller von Hausgeräten für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 (Vorjahr: 2,81 Milliarden Euro).

„Mit gerade 1,3 Prozent weniger Umsatz als im Jahr zuvor können wir sehr zufrieden sein“, erklärt der für Finanzen, Controlling und Hauptverwaltung verantwortliche Geschäftsführer Olaf Bartsch, „damit ist das Geschäft trotz unfreundlicher Rahmenbedingungen in der Summe praktisch stabil geblieben.“ Bereinigt um die Währungseffekte, so Bartsch weiter, liege der Gruppenumsatz rechnerisch sogar geringfügig über dem des Vorjahres. Mit weltweit 16.859 Beschäftigten und Investitionen in Höhe von 188 Millionen Euro hat Miele seine bisherigen Höchstwerte erneut übertroffen.

Auch für das neue Geschäftsjahr bleiben die Wachstumsziele verhalten optimistisch.

„Eine verlässliche Prognose ist wegen der derzeit unkalkulierbaren Wirtschaftslage nur schwer zu treffen“, sagt aber der Geschäfts-führende Gesellschafter Dr. Markus Miele, „diese hängt vor allem von der weiteren Marktentwicklung in Deutschland ab.“ Dem rückläufigen Branchentrend, den Europas Hausgeräteindustrie seit Monaten spürt, setzt das Unternehmen neue Modellreihen, das traditionell überragende Markenimage und seine exzellenten Vertriebs- und Service- strukturen entgegen. „Als Qualitäts- und Innovationsführer mit größtmöglicher Kundenorientierung sind wir auch für die Herausforderungen unsteter Märkte her- vorragend aufgestellt“, sagt der Geschäfts- führende Gesellschafter Dr. Reinhard Zinkann.

In Deutschland um acht Prozent gewachsen

Die Stabilität im Berichtsjahr verdankt der Familienkonzern besonders der Entwicklung auf dem Heimatmarkt. Im 110. Jahr seines Bestehens erreichte der Deutschland-Umsatz des Herstellers 801 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von nahezu acht Prozent und ist - nach dem Jubiläums-Geschäftsjahr 1999/2000 - der zweithöchste Umsatz, den Miele in Deutschland je erreicht hat.

Wie sich die Geschäftsentwicklung von Miele im Vergleich zum Branchenumfeld darstellt, zeigen Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im wichtigen Teilbereich der Elektro-Großgeräte. Hier legte

der Miele-Umsatz in Deutschland um 11,3 Prozent zu, während die Branche insgesamt im selben Zeitraum nur um 2,3 Prozent wachsen konnte. Fokussiert man die Betrachtung auf das Segment der Einbaugeräte, so hat Miele fast 20 Prozent gewonnen, während der Gesamtmarkt 0,5 Umsatzprozent eingebüßt hat. „An dieser Diskrepanz zeigt sich einmal mehr, dass die Konsumenten in Zeiten allgemeiner Verunsicherung erst recht auf die vertrauensbildende Wirkung starker Marken und langlebiger Qualitätsprodukte setzen“, kommentiert der für Marketing und Vertrieb verantwortliche Geschäftsführer Dr. Reto Bazzi die weit überdurchschnittlichen Zuwächse des Gütersloher Premium-Herstellers.

1,95 Milliarden Euro Umsatz im Ausland

Das Auslandsgeschäft, das im vorletzten Berichtszeitraum 2007/08 erstmals mehr als zwei Milliarden Euro erlöst hatte, hat mit einem Minus von insgesamt 4,6 Prozent in einigen Ländern aktuell an Dynamik eingebüßt. Damit sinkt der Auslandsanteil am Umsatz von 73 auf 71 Prozent. Mit 1,95 Milliarden Euro erreicht Miele aber erneut die damalige Rekordmarke des Geschäftsjahres 2006/07.

Das Geschäft entwickelte in den unterschied- lichen Ländern und Regionen sehr uneinheitlich. So belastet vor allem in Groß- britannien und Skandinavien die Schwäche der dortigen Währungen die Statistik. Die Konsumenten in einigen Ländern Süd- und Osteuropas werden von den Folgen der Finanz-, Immobilien- und Wirtschaftskrise besonders hart getroffen; Entsprechendes gilt für den US-Markt.

Dessen ungeachtet gewann etwa die Hälfte der 45 Miele-Vertriebsgesellschaften im

abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz hinzu. In Deutschlands Nachbarländern Belgien, Öster- reich, der Schweiz und auch Polen gelang es Miele, gegen den allgemeinen Konjunkturtrend zum Teil kräftig weiter zu wachsen, ebenso in strategisch wichtigen Überseemärkten wie Australien, Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier wurden deutlich zweistellige Zuwächse erzielt.

Der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte mit einem Liefer- und Installationsumfang von 7.650 Geräten kam derweil aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und betrifft das Burj Dubai. Die Küchen der 900 Wohnapartments des mit 162 Stockwerken höchsten Gebäudes der Welt werden komplett von Miele mit Elektrogeräten ausgestattet – vom Geschirrspüler bis zur Dunstabzugshaube. Die Eröffnung ist am 9. September 2009.

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