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20.09.2009 | IFA-Kommentar: Es wächst zusammen, was zusammen passt

Den schönen Erfolg der IFA 2009 gleich als Zeichen eines Aufschwungs zu werten oder diese Messe gar als Konjunkturlokomotive für ein ganzes Land zu bezeichnen, das geht sicher zu weit.

Was für die Branche wichtiger ist: Es sieht so aus, als ob die gute alte „Funkausstellung“ zusätzlich zur Leitmesse für Elektrogeräte wird. Das lange Zerren zwischen den Messen in Köln und Berlin, die Roadshows und Events der Hersteller, die Veranstaltungen auf der grünen Wiese - das alles darf dann ein wohlverdientes Ende haben. Mit der IFA können Elektrofach- und -großhandel wieder einen zentralen Anlaufpunkt gewinnen, um sich effizient über die wichtigen Neuheiten zu informieren. Denn das ist der Sinn einer Messe: Geballte Info an einem Ort in einem überschaubaren Zeitrahmen. Im Übrigen dürfte die Konzentration auf einen Ort und eine Zeit auch die Marketingsetats der Hersteller schonen. Ob der jährliche Rhythmus der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt abzuwarten.

Die IFA beweist mit wachsendem Erfolg, dass Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräte gut zueinander passen. Mehr noch: Ein zukunftsweisendes Beispiel ist die Kooperation eines Hausgeräteherstellers wie Miele mit einem Elektromaterialhersteller wie Busch-Jaeger. Die Elektrotechnik ist die Basis für alle Netzwerke und vernetzten Funktionen, die uns noch erwarten. Auf der anderen Seite bestehen nur wenig Zweifel, dass der Fernseher eine der Schaltzentralen des Hauses sein wird.

Ob UE, Elektrogeräte oder Elektrotechnik: Die Technologien bewegen sich aufeinander zu, sie konvergieren. Wer sich hier auskennt, wird sein Auskommen haben (vorausgesetzt, dass man auch mit Kunden und ihren Wünschen umgehen kann).

Die IFA wird zu einem Ort, wo wir diese außerordentlich spannende und wichtige Entwicklung beobachten können. „Und das ist gut so“, wie der Berliner Bürgermeister zu sagen pflegt.

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