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22.10.2009 | Bitkom: PC-Verkäufe legen trotz der Krise kräftig zu


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In diesem Jahr erreicht der Absatz mit rund 13 Millionen Geräten
ein neues Rekordhoch. Besonders gefragt sind kleine, preiswerte
Netbooks.
Der Verkauf von Personal Computern wird im Jahr 2009 trotz der
Wirtschaftskrise zulegen und einen neuen Rekordwert erreichen. Das
geht aus einer aktuellen Erhebung des Hightech-Verbands BITKOM
hervor. Danach steigt die Zahl der verkauften PCs im laufenden Jahr
in Deutschland um 900.000 Stück auf 13,1 Millionen. Das entspricht
einem Zuwachs von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist ein
historischer Höchststand.
Angetrieben wird der Markt durch den steigenden Absatz tragbarer
Notebooks, der um 12,5 Prozent auf 8,7 Millionen Stück zulegt. Nach
Schätzung des Verbandes entfallen davon ein Drittel auf so genannte
Netbooks, die kleiner, leichter und preiswerter sind als
herkömmliche mobile Rechner. „Nie zuvor wurden so viele Personal
Computer verkauft wie 2009.
Mit den Netbooks hat sich dabei eine neue
Gerätklasse unterhalb der 400-Euro-Marke etabliert, die den gesamten PC-Markt beflügelt“, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Verbandes. „Netbooks eignen sich für den mobilen Einsatz und werden nicht als Ersatz für ein stationäres Gerät gekauft.“ Die Zahl der verkauften stationären PCs bleibt mit 4,4 Millionen Stück nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,5 Prozent).
Die Preise sinken
Nach wie vor profitieren die Verbraucher von sinkenden Preisen für
Computer. Der Durchschnittspreis für Notebooks fällt 2009 nach der
BITKOM-Prognose um 13 Prozent auf 550 Euro im Vergleich zum Vorjahr
und sogar um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007. „Viele Netbooks
sind in der Einstiegsklasse schon für weniger als 300 Euro zu
haben“, sagte Scheer. „Trotz der etwas einfacheren Ausstattung sind
alle gängigen Anwendungen von der Textverarbeitung über den
Internetzugang bis zu Spielen mit den kompakten Geräten möglich.“
Als zusätzlicher Vertriebsweg für Netbooks haben sich inzwischen
die Mobilfunkbetreiber
etabliert. Die Geräte kosten nur wenige Euro, sofern der Kunde
einen Vertrag mit einer monatlichen Gebühr für die Datennutzung per
UMTS abschließt.
Wegen des scharfen Preiswettbewerbs können die Umsätze mit Personal
Computern nicht mit den Verkaufszahlen mithalten. Der PC-Umsatz
wird laut BITKOM im Jahr 2009 in Deutschland voraussichtlich um 4,8
Prozent auf 6,8 Milliarden Euro sinken. „Mit einer
Konjunkturerholung im kommenden Jahr wird insbesondere die
PC-Nachfrage der Unternehmen wieder zulegen“, sagte Scheer. Einen
zusätzlichen Schub werde die Einführung des Betriebssystems Windows
7 bringen.
