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22.10.2009 | ZVEH: Bessere Stimmung in den Elektrohandwerken

Der ZVEH-Geschäftsklimaindex vom Herbst 2009 signalisiert eine deutlich bessere Lage als im Frühjahr und bewegt sich nahezu auf gutem Vorjahresniveau. Acht von zehn Elektrounternehmen beurteilen die gegenwärtige Lage als befriedigend oder gut.
Die Stimmung in den elektro- und informationstechnischen Handwerken
hellt sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 spürbar auf. Laut der
jüngsten Umfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und
Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) laufen die Geschäfte in
den 76.000 Elektrobetrieben wieder besser als im Frühjahr. Auch die
Aussichten auf das kommende Halbjahr sind optimistischer. Vor allem
in den westlichen Bundesländern hat sich die Lage stabilisiert und
überrundet teils die Jahresvergleichswerte. Im Osten äußern sich
die Betriebe dagegen zurückhaltender. Laut den aktualisierten
Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz der Branche mit
rund 319.000 Beschäftigten im Jahr 2008 bei über 34 Milliarden
Euro.
Der ZVEH-Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Geschäftslage in den
Elektrobetrieben widerspiegelt, hat sich von 50 Punkten im Frühjahr
2009 auf
jetzt 58 Punkte verbessert. Er nähert sich damit wieder dem Niveau
vom Herbst 2008 (60 Punkte).
Acht von zehn Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage
als befriedigend oder gut. „Die Aussagen zeigen, dass die
Elektrohandwerke bisher passabel durch die Krise manövriert sind“,
kommentiert ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi das Ergebnis.
„Es ist zu hoffen, dass dies auch weiterhin so bleibt, falls die
private Nachfrage aufgrund steigender Arbeitslosigkeit nachlassen
sollte.“ Die Betriebe melden im Vergleich zum Frühjahr auch eine
etwas beständigere Auftragssituation, die Auslastung hat sich
deutlich erholt: 43 Prozent (Frühjahr 2009: 36 %) der Befragten
berichten von einem Auftragsbestand, der über einen Monat
hinausreicht. Zudem wird von einer weitgehend beständigen
Beschäftigungssituation ausgegangen.
Mehr Betriebe melden steigende Umsätze
Vor allem im Handwerksbereich registrierten wieder mehr Unternehmen als im Frühjahr steigende Umsätze. Zwar berichten immer noch 30 Prozent von sinkenden Umsätzen, im Handelsbereich sogar 36 Prozent. Parallel dazu haben sich aber die Angaben über Umsatzzuwächse verbessert. Zugleich meldet nur noch jeder zweite Befragte, dass die Einkaufspreise angezogen haben. Im Herbst
2008 waren dies noch 87 Prozent, im Frühjahr 67 Prozent.
Laut der Umfrageergebnisse haben die Aufträge von Privat und auch
die der öffentlichen Hand wieder leicht zugenommen. Rückläufig
bleiben laut einem Drittel der Befragten die für die
Elektrohandwerke bedeutsamen Aufträge aus der gewerblichen
Wirtschaft.
Aktualisiertes Jahresergebnis 2008
Jüngst hat das Statistische Bundesamt die Jahresergebnisse 2008 aktualisiert. Danach haben sich die Umsätze in den Elektrohandwerken im Vergleich zum Jahr 2007 um 7,1 Prozent auf über 34 Milliarden Euro erhöht.
Davon entfallen 27,5 Milliarden (+8,3 Prozent) auf die Elektrotechniker, 5,2 Milliarden (+2,7 Prozent) auf die Informationstechniker und 1,4 Milliarden (+7,4 Prozent) auf die Elektromaschinenbauer.
