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07.12.2009 | ZVEI: Deutlicher Impuls beim Export erwartet

Die Anzeichen für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage
mehren sich: Die Exporterwartungen in der deutschen
Elektroindustrie haben sich im November zum sechsten Mal in Folge
verbessert.
Die Exporterwartungen in der deutschen Elektroindustrie, der
zweitgrößten Industriebranche, haben sich im November zum sechsten
Mal in Folge verbessert. „Per Saldo liegen sie jetzt wieder auf dem
Niveau des Frühjahres 2008“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas
Gontermann. „Üblicherweise laufen die Ausfuhren den Erwartungen mit
einer Verzögerung von etwa einem Quartal hinterher.“
Ein Viertel der Elektro-Unternehmen berichtet, dass ihr
Exportgeschäft in den kommenden drei Monaten zulegen dürfte. 62
Prozent der Elektro-Firmen erwarten eine gleichbleibende
Ausfuhrtätigkeit. Nur noch 13 Prozent rechnen damit, dass sich ihr
Exportgeschäft weiter rückläufig entwickelt.
Impulse überwiegend aus Europa
Der aktuellen Konjunktur-Umfrage des ZVEI zufolge geht die Hälfte
der befragten Elektro-Unternehmen davon aus, dass die Impulse für
eine Erholung des Exportgeschäfts überwiegend aus Europa kommen.
Zwei Fünftel der Elektro-Firmen sehen in den asiatischen Ländern
die treibende Kraft für eine Wiederbelebung. Aus Amerika werden
hingegen so gut wie keine Impulse für das Auslandsgeschäft
erwartet.
Die seit Jahren rückläufige Entwicklung der Außenhandelspreise in
der Elektroindustrie setzt sich weiter fort. Besonders betroffen
sind dabei die Elektroniksparten. Die Einfuhrpreise sind nicht
zuletzt durch den wieder
erstarkten Euro im Oktober um mehr als fünf Prozent gegenüber
Vorjahr gesunken und die Ausfuhrpreise gingen um ein halbes Prozent
zurück.
Dass der Weg zu einer andauernden Erholung noch steinig ist, zeigen
auch aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Technologie (BMWi). Nach vorläufigen Angaben sind die
Auftragseingänge in der Industrie allgemein im Oktober preis- und
saisonbereinigt um 2,1 Prozent gesunken. Der Umfang an
Großaufträgen sei für einen Oktober stark unterdurchschnittlich
gewesen, so das BMWi.
