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28.02.2010 | ZVEI: Elektro-Export legt deutlich zu

Die Elektroindustrie darf aufatmen: Seit Ende letzten Jahres wachsen die Ausfuhren wieder. Auch für die nächsten Monate ist die Branche optimistisch. Asien zeigt sich dabei als Zugpferd.
Elektroindustrie exportiert von allen Industriebranchen am meisten
Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie haben sich im vergangenen Dezember weiter stabilisiert. „Sie sind sogar um zehn Prozent gestiegen. Dies war der erste Zuwachs im Vorjahresvergleich seit Sommer 2008“, betonte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann laut einer Pressemitteilung Ende Februar. Im gesamten vergangenen Jahr sind die Elektro- exporte um 16 Prozent auf 120 Milliarden Euro
zurückgegangen. Da die Rückgänge im Ver- arbeitenden Gewerbe insgesamt deutlich stärker ausfielen, hat die Elektroindustrie 2009 von allen Industriebranchen am meisten exportiert. Für 2010 rechnet der ZVEI mit einer Erholung der Elektroausfuhren in einer Größen- ordnung von etwa fünf Prozent und der Pro- duktion insgesamt um drei bis vier Prozent.
Exporte nach Asien zogen deutlich an
Die Exporterwartungen bleiben auch im Februar weiter aufwärts
gerichtet. Per Saldo geht ein Fünftel der Elektrounternehmen von
einer Belebung des Exportgeschäfts in den nächsten drei Monaten
aus.
„Besonders deutlich zogen die Exporte nach Asien an: Die
Elektroausfuhren nach China und Indien legten im Dezember jeweils
um rund ein Viertel gegenüber Vorjahr zu“, sagte Dr. Gontermann.
Auch in die EU-Staaten und nach Südostasien wurden erstmals wieder
vergleichsweise kräftige Zuwächse gegenüber dem gleichen
Vorjahresmonat erzielt.
Im Gesamtjahr 2009 blieben die Ausfuhren in fast alle wichtigen
Abnehmerländer bzw. -regionen rückläufig. Eine Ausnahme von dieser
Entwicklung bilden neben den Exporten nach China und Indien
lediglich die Ausfuhren in den Nahen Osten.
Erleichtert wurden die Ausfuhren durch die Verbilligung des Euro
gegenüber dem Dollar. Da eine Reihe wichtiger Währungen an den
„Greenback“ gekoppelt ist, so auch der chinesische Renminbi Yuan,
wertet der Euro derzeit auch ihnen gegenüber ab.
