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31.05.2010 | Dimmen der Zukunft

Energiesparende Lampen können manchmal nicht gut oder nicht normgerecht gedimmt werden. Berker, Gira, Jung, Insta und Osram entwickeln dazu eine Lösung mit Namen ”LEDITRON“.

Weltweit werden Milliarden von Standard-Glühlampen eingesetzt, die im Vergleich zu anderen Lampen ineffizient arbeiten und so eine vermeidbare CO2-Belastung generieren. Darum wurden und werden per Europäischer Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG (Energy-using Products - EuP) diverse Glühlampen vom Markt verbannt. An Ihre Stelle treten alternative, energiesparende Lampen, häufig mit integriertem Vorschaltgerät und E27- oder E14-Sockel ausgerüstet.

Das Problem beginnt mit dem Dimmen der neuen Lampen, denn aus Kundensicht ergeben sich dabei häufig negative Effekte wie Flackern, unsteter Dimmverlauf und weitere unangenehme Effekte. Außerdem werden gesetzliche Vorgaben im Bereich der Stromoberschwingungen und der Funkstörspannung häufig verletzt. Unzulässige Gerätekombinationen führen teilweise sogar zu Lampendefekten.

Grundsätzlich neue Dimmtechnologie

Berker, Gira, Jung und Insta auf der Installationsseite sowie Osram auf der Leuchtmittelseite suchen Abhilfe. Darum haben sie gemeinsam unter dem Markennamen ”LEDITRON“ eine grundsätzlich neue Dimmtechnologie entwickelt, die sie auf der Light+Building unter dem Slogan „Dimmen der Zukunft“ erstmals der Öffentlichkeit vorstellten.

Grundgedanke der neuen Technologie ist, Dimmer durch Leditron-Steuergeräte zu ersetzen, die Steuerinformationen über die Netzleitung an die angeschlossenen Leditron-Lampen senden. Das vorhandene Leitungsgut kann somit unverändert weiterverwendet

werden. Leditron-Lampen - im Fokus stehen hier Kompakt-Leuchtstofflampen und LED-Lampen - sind mit ihren integrierten Vorschaltgeräten in der Lage, diese Informationen aufzunehmen und in Aktion umzusetzen.

Dabei geht es nicht nur darum, die Helligkeit sondern - im Falle von geeigneten LED-Lampen - auch die Lichtfarbe komfortabel und normkonform steuern zu können. Auch zukünftige weitere Ergänzungen sind möglich, zum Beispiel in Bezug auf Funkschnittstellen, Busanbindungen oder neue innovative Bedienkonzepte.

Offener Industriestandard

Die Herstellergemeinschaft sieht diese neue Technologie als offenen Industriestandard und bietet allen Herstellern im Markt die Mitarbeit an der neuen Lösung an. Standardisierung und Normung des neuen Verfahrens sind aktuell in Vorbereitung, zurzeit gleichen sich die Hersteller dazu ab.

Die Entwicklung erster Steuergeräte und Lampen schreitet zügig voran. Erste Produkte sollen Ende des Jahres 2010 zur Verfügung stehen.

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