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20.09.2010 | Glühlampen einfach ersetzen

Am 1. September 2010 begann die „Ausphasung“ der Standardlampen ab
75 Watt. Aber nicht nur dies ist neu: Auf den Verpackungen von
Leuchtmitteln müssen wichtige Vergleichsgrößen wie Lichtfarbe oder
Lichtstrom angegeben werden.
Der Ausstieg aus der Glühlampen-Technik geht weiter: Am 1.
September begann europaweit die zweite Stufe. Seit diesem Datum
werden konventionelle, klare Glühlampen ab 75 Watt vom Markt
genommen. Vor einem Jahr war bereits der Handel mit matten „Birnen“
und klaren Glühlampen ab 100 Watt eingestellt worden.
Für die Verbraucher ist der jetzige Termin ein wichtiges Signal,
sich verstärkt nach Alternativen zur Glühlampe umzusehen, erklärt
licht.de, die Fördergemeinschaft Gutes Licht. Denn in der dritten
Stufe werden vom 1. September 2011 an die Glühlampen ab 60 Watt aus
den Regalen verbannt. Ab September 2012 werden Glühlampen komplett
vom Markt verschwunden sein - abgesehen von einigen Ausnahmen, etwa
Lampen für die Backofenbeleuchtung.
Verbraucher haben die Wahl
Beim Glühlampen-Ausstieg können die Verbraucher zwischen drei
Alternativen wählen: Energiesparlampen, LEDs oder effizienten
Halogenlampen. Beim Kauf sollte sich der Konsument überlegen, für
welchen Zweck er die Lichtquelle einsetzen möchte, denn je nach
Anwendung bieten die drei Alternativen unterschiedliche Vorteile:
- Energiesparlampen sind eine äußerst genügsame
Glühlampen-Alternative: Sie halten um ein Vielfaches länger,
verbrauchen teilweise 80 Prozent weniger Strom und spielen dieses
Potenzial besonders dort aus, wo die Beleuchtung lange angeschaltet
bleibt. Inzwischen gibt es die Energiesparlampe auch in kleinen
Formen und dimmbaren Versionen, etwa für die Stehleuchte im
Wohnzimmer. Für das Recycling wurde ein bundesweites
Rücknahmesystem aufgebaut.
- Licht emittierende Dioden (LEDs) sind so weit entwickelt, dass
sie immer mehr Aufgaben in der Allgemeinbeleuchtung übernehmen. Als
Variante mit Schraubsockel ersetzen sie Glühlampen problemlos.
Dabei produziert eine dieser LED-Retrofits mit sieben Watt so viel
Licht wie eine Glühlampe mit 40 Watt, und ein Modell mit zehn Watt
kann eine 60-Watt-Glühlampe ersetzen. Bald werden auch
LED-Alternativen für 75-Watt-Glühbirnen verfügbar sein. Dank einer
Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden müssen LED-Retrofits
praktisch nicht gewechselt werden. Es gibt sie in allen Lichtfarben
– von Warm- bis Tageslichtweiß.
- Halogenlampen liefern ein Licht, das dem der Glühlampe
entspricht, verbrauchen aber weniger Strom. Besonders
energiesparend sind Niedervolt-Halogenlampen mit
Infrarot-Beschichtung (IRC). Halogenlampen eignen sich dort, wo
brillantes, warmweißes Licht gewünscht ist und Farben perfekt
wiedergegeben werden sollen, etwa in der Küche. Allerdings werden
auch Halogenlampen ab 2016 teilweise vom Markt genommen.
Erweiterte Kennzeichnungspflicht
Zusätzliche Hinweise auf der Verpackung helfen dem Verbraucher
zukünftig, die für ihn passende Lampe zu finden. Seit dem 1.
September gilt die sogenannte „erweiterte Kennzeichnungspflicht“.
Dabei werden wichtige Vergleichsgrößen angegeben, etwa die
Lichtfarbe oder der sogenannte Lichtstrom. Er beschreibt in der
Einheit Lumen, wie viel Licht eine Lampe abstrahlt.
Mehr Informationen zum Thema Glühlampen-Ausstieg gibt es unter www.licht.de/gluehlampe

