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20.09.2010 | IFA-Kommentar: Es wächst zusammen, was zusammen gehört

Das Krisenjahr 2009 hat die in Berlin ausstellende Industrie - und
damit auch der Handel - ohne größere Blessuren überstanden. Und
2010? Die 50. IFA sendete das Signal, dass es stark aufwärts geht.
Nur eine Zahl: In Europa ist der Umsatz mit Unterhaltungselektronik
im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres um 4,6 Prozent gestiegen, so eine Erhebung von „GfK
Retail and Technology“.
Aber es gibt noch mehr Positives. In kürzester Zeit hat sich die
gute alte „Funkausstellung“ zusätzlich zur Leitmesse für
Elektrogeräte entwickelt. Sie sei die wichtigste Plattform der
Branche, sagte Dr. Reinhard Zinkann, Miele-Chef, Vorsitzender des
Fachverbandes Elektro-Hausgeräte im ZVEI und Mitglied im Vorstand
des ZVEI. Und was nicht alle geglaubt haben: Sogar der ehrgeizige
Jahresturnus scheint sich zu bewähren. Auch die „alten Skeptiker“
sollten sich deshalb einfach freuen, dass Innovation so gut
ankommt.
Kommen wir zum Grund, warum wir bei diesem Kommentar die
Überschrift des vergangenen Jahres nahezu unverändert beibehalten
haben: Das in den Elektrohandwerken bereits bekannte E-Haus hat
sich auch im Rahmen der IFA bewährt. Bekanntlich zeigt es ein
komplett vernetztes Haus mit allem, was die Elektrotechnik heute an
Lösungen bereithält. Wer die Innovationen der IFA anschaute,
erkennt, wie sehr Unterhaltungselektronik und Hausgeräte auf die
moderne Elektroinstallation als Basis der Vernetzung angewiesen
sein werden.
Das gilt besonders in Zukunft: Im so genannten „Smart Grid“ wird es
keine Einzelgänger mehr geben.
So sollte diese IFA sowohl für Elektrofachhandel als auch
Elektrohandwerk eine Anregung sein, die Gelegenheit beim Schopf zu
packen. Es gibt viel zu tun!
Gar kein Wermutstropfen? Aber ja! Die ansehnliche „Miss IFA“ wird
für Pressebilder mit Produkten gerne auf einer grünen Berliner
Wiese fotografiert. Und so findet sich das frische Wiesengrün -
sauber reflektiert - nicht nur in edlen Edelstahloberflächen
wieder, sondern auch in ihrem jugendlich reinen Teint. Dann sieht
Miss IFA aus, als wenn ihr die Berliner Luft, Luft, Luft gar nicht
gut bekommt. Das finden wir schade, das sollte man ändern.
