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15.05.2011 | ZVEH: Gesellen gesucht

Mehr als 20.000 Stellen sind im E-Handwerk unbesetzt, meldet der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Am häufigsten werden Handwerksgesellen gesucht.

Jeder vierte der 75.000 Elektrohandwerks-
betriebe suchte im Frühjahr 2011 Fachkräfte. Bei einer Sonderumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) im März 2011 gaben 27 Prozent der Betriebe an, dass es ihnen an Handwerksmeistern, Gesellen, kaufmännischen und technisch Qualifizierten sowie an Ingenieuren und Betriebswirten fehle.

Damit hat sich die Nachfrage nach Fachleuten im Vergleich zum Frühjahr 2008 um fünf Prozentpunkte erhöht: Damals waren es 22 Prozent. Am häufigsten werden Handwerksgesellen gesucht. Den größten Bedarf melden Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten, von ihnen ist jedes Zweite auf der Suche nach Experten. Am stärksten betroffen sind Firmen der Sparte Elektrotechnik in den Zweigen Energie- und Gebäudetechnik und Informations- und Telekommunikationstechnik.

Qualifikation ist das größte Problem

41 Prozent (2008: 38 %) der befragten Betriebe meldeten, dass sie im vergangenen Jahr offene Stellen mit Fachkräften zu besetzen hatten. Jeder zweite Betrieb berichtet über eine schwierige Suche nach qualifizierten Fachkräften und den damit verbundenen höheren zeitlichen Aufwand. 37 Prozent empfanden die Suche als so schwierig, dass die Stellen unbesetzt blieben.

Hauptproblem: Nicht ausreichende Qualifikationen nennen acht von zehn Chefs als Hauptproblem. Dieser Wert hat sich - verglichen mit 2008 - um zwei Prozentpunkte erhöht. Aktuell melden 33 Prozent (2008: 25 %), dass sich auf ausgeschriebene Stellen keine Interessenten bewerben. Spürbar größer scheint der Konkurrenzdruck aus der Industrie zu werden: 29 Prozent (2008: 23 %) nennen dies inzwischen als Grund, dass sie bei der Bewerbersuche Probleme haben.

33 Prozent der befragten Betriebe (2008: 37 %) beklagen mangelnde Qualifikation und 28 Prozent (2008: 38 %) fehlende Arbeitsbereitschaft der von der Arbeitsagentur vermittelten Jobsuchenden. Damit einher gehen zu hohe Entgeltforderungen der Bewerber, dies nennen 28 Prozent als Hinderungsgrund (2008: 34 %). An einer zu geringen Mobilitätsbereitschaft der Bewerber scheint der Fachkräftemangel nicht maßgeblich zu liegen, daran stören sich nur 14 Prozent der Unternehmen (2008: 19 %).

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