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06.07.2011 | BITKOM: Was geschieht mit meinen Daten?

Der Verband BITKOM hat eine Studie zum Datenschutz im Internet veröffentlicht. Jedem siebten Internetnutzer ist egal, was mit seinen Daten geschieht, jedem Zweiten fehlen Informationen zum Schutz seiner Daten.
„Zahlreiche Internet-Nutzer haben eine Schwarz-Weiß-Sicht auf die
Datensicherheit im Internet. Eine vernünftige Balance zwischen
Chancen und Risiken müssen viele erst noch finden. Dabei sollten
Politik, Wirtschaft und Verbraucherschützer helfen“, sagte Prof.
Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des
Vereins „Deutschland sicher im Netz“. Der hohe Anteil extremer
Nutzertypen zeige, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Aufklärung
bei Internet- und Datensicherheit ist. Offenbar kann und muss die
Aufklärung der User noch verbessert werden: Laut Studie fehlen fast
der Hälfte (47 Prozent) der Internet-Nutzer Informationen, was sie
selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet tun können.
Per Post statt per Mail
Nur 40 Prozent aller User glauben, ihre persönlichen Daten seien im
Web grundsätzlich sicher. 55 Prozent sind hingegen skeptisch. Dazu
gehören insbesondere die jugendlichen Surfer sowie User mit hohem
formalem Bildungsabschluss. Fast 40 Prozent aller Internet-Nutzer
senden deshalb vertrauliche Informationen und Dokumente per Post
statt per Mail. Gut jeder Vierte (28 Prozent) verzichtet aus
Sicherheitsgründen auf Online-Banking, jeder achte (13 Prozent) auf
Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken.
Die meisten Internet-Nutzer sprechen sich für eine stärkere
Vorbeugung und Verfolg von Straftaten im Web aus. Vier von fünf
wünschen sich im Internet mehr Schutz vom Staat, insbesondere gegen
Terror und Straftaten. Kempf: „Die Studie zeigt: Der Schutz der
persönlichen Daten im Internet ist eine Kernaufgabe von Politik und
Wirtschaft geworden. Sie kann nur gemeistert werden, wenn die
Verbraucher sensibilisiert sind und mitziehen.“
Die Studie kann kostenlos herunterladen werden unter www.bitkom.org
