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02.11.2011 | BSW-Solar: Solarvergütung wird gesenkt

Die Einspeisevergütung für neue Solarstromanlagen wird zum
Jahreswechsel um 15 Prozent sinken, so der Bundesverband
Solarwirtschaft (BSW-Solar) Ende Oktober.
„Mit dem Absenken der Einspeisevergütung bringt die auf dem
Hausdach erzeugte Kilowattstunde Solarstrom kleiner
Solarstromanlagen noch 24,43 Cent (aktuell 28,74 Cent/kWh) und
sinkt damit auf das Niveau von Haushaltsstromtarifen“, teilt der
Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit.
"Die Solarbranche erfüllt das Versprechen, immer günstigeren Strom
zu erzeugen. In Deutschland entwickelt sich die Photovoltaik in
rasantem Tempo weiter in Richtung Wettbewerbsfähigkeit", erklärt
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Solar-Verbandes. Bereits
2012 werde Solarstrom vom eigenen Dach auf dem Preisniveau von
Haushaltsstromtarifen ankommen. Spätestens 2014 könnten große
Solarparks so günstig Strom produzieren wie Windkraft auf dem Meer.
Körnig: "Dies sind wichtige Meilensteine der Energiewende."
Für Verbraucher lohne sich der Einstieg in die
Solarstrom-Produktion weiterhin, zeigt sich der Verband
zuversichtlich. Gerade in den letzten Monaten seien die Preise für
schlüsselfertige Solarstromsysteme deutlich gefallen.
Durch einen starken Wettbewerb, Innovationen und die zunehmende
Massenfertigung konnten die Preise seit 2007 halbiert werden.
"Wer selbst Solarstrom erzeugen möchte, sollte nicht nur auf
Stichtage achten", rät Körnig. "Eine Solarstromanlage hält länger
als ein Auto. Deswegen sollte auch auf die Qualität der
Komponenten, eine kompetente Beratung und die fachmännische Montage
geachtet werden."
Während die Kosten von Solarstrom weiter sinken, steigt zugleich
die erzeugte Solarstrommenge steil an: Von 2009 bis 2011 hat sich
die Solarstrom-Menge verdreifacht. Im ersten Halbjahr 2011 habe
Solarstrom laut BSW-Solar mit einem Anteil von 3,5 Prozent am
Brutto-Stromverbrauch erstmals die Wasserkraft überholt. Bis 2020
wird nach Erwartungen des Bundesverbands Solarwirtschaft der
Solarstrom-Anteil auf mindestens 10 Prozent steigen. Körnig macht
Mut: "Solarstrom wird zum Preisbrecher und zur tragenden Säule des
Energiesystems der Zukunft."
