Branchen
02.02.2011 | BWP: Der Markt konsolidiert sich

Vor wenigen Tagen gab der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) seine
Zahlen für 2010 bekannt. Demnach wurden im vergangenen Jahr über
50.000 Wärmepumpen verkauft. Der Verband wertet dies als
Konsolidierung.
Vor wenigen Tagen gab der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) seine
Zahlen für 2010 bekannt. Demnach wurden im vergangenen Jahr über
50.000 Wärmepumpen verkauft. Der Verband wertet dies als
Konsolidierung.
Die Branchenstatistik des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) für 2010
zeigt einen leichten Rückgang der Absatzzahlen: Im Vergleich zum
Vorjahr wurden mit 51.000 Stück 7 Prozent weniger Wärmepumpen
verkauft. Damit konsolidiert sich der Markt trotz der weiterhin
schwierigen Rahmenbedingungen über der 50.000-Stück-Marke.
Im Trend liegen Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen sowie
Luft/Wasser-Wärmepumpen, deren Anzahl 2010 erstmals die
erdgekoppelten Wärmepumpen übertraf: 26.500 Luft-Geräte kommen auf
einen Anteil von 52 Prozent, während die 24.500 erdgekoppelten
Anlagen 48 Prozent des Wärmepumpen-Absatzes ausmachen.
Nach dem regelrechten Wärmepumpen-Boom in 2008, bei dem die Branche
eine Absatzsteigerung von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr verzeichnen konnte, konsolidiert sich der Markt damit mit
mehr als 50.000 verkauften Heizungs-Wärmepumpen deutlich über dem
Niveau von 2007.
Neben der 2010 anhaltend schlechten Wirtschaftslage und den
niedrigen Öl- und Gaspreisen schlage sich in den aktuellen
Marktzahlen auch die unglückliche Förderpolitik der Bundesregierung
nieder, so der Verband. „Jetzt zeigt sich, dass das Stop-and-Go im
Marktanreizprogramm den Markt nachhaltig verunsichert hat“,
kommentiert BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski. „Die
Verbraucher brauchen Förderbedingungen, auf die sie sich verlassen
können!“
Niedrige Gas- und Ölpreise führen zu Marktverzerrung
Auch die angekündigte Absenkung der Vergütung für
Photovoltaikanlagen sei ein Grund, da manche Kunden daher zunächst
in Solarstrom investierten und die Heizungssanierung verschoben.
Außerdem führten die niedrigen Gas- und Ölpreise zu einer
Marktverzerrung: „Es ist nicht nachzuvollziehbar, warum ein Kunde,
der sich für eine der ökologischsten Heizungslösungen entscheidet,
mit deutlich höheren Steuern und Abgaben bestraft wird“, so
Stawiarski. Der BWP setzt sich für eine gerechtere Verteilung der
Steuern und Abgaben auf Energieträger im Wärmemarkt ein, bei dem
die staatliche Belastung sich an ökologischen Gesichtspunkten
orientiert.
Luft-Geräte verzeichneten entgegen dem Trend einen Zuwachs von 9
Prozent zum Vorjahreswert von 24.400 Geräten. Neben dem günstigeren
Anschaffungspreis für Luft-Wärmepumpen trägt auch die vielerorts
komplizierte Genehmigungspraxis zu den sinkenden Zahlen der
erdgekoppelten Anlagen bei: Während 2009 noch 30.400 Anlagen
verkauft wurden, sank der Anteil 2010 um 19 Prozent auf 24.500
Geräte. „In einigen Bundesländern wird die Bewilligung von
Erdwärmeanlagen mit übertriebener Vorsicht betrieben - hier steht
die Genehmigungspraxis im Widerspruch zu den erklärten Zielen beim
Ausbau der Erneuerbaren Energien und beim Klimaschutz“, so
Stawiarski.
Auch bei Brauchwasser-Wärmepumpen ist ein Rückgang zu verzeichnen:
Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2.000 Stück weniger verkauft, so
dass der Absatz um 19 Prozent auf 8.400 Brauchwasser-Wärmepumpen
sank.
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