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15.04.2011 | Hannover Messe: Mit der besten Bilanz seit zehn Jahren

Keine Krise, kein lavaspeiernder Eyjafjallajökull: Die Erwartungen
an die Hannover Messe 2011 waren hoch und wurden erfüllt. Mit der
besten Bilanz seit zehn Jahren schloss die Hannover Messe am 8.
April ihre Tore.
Keine Krise, kein lavaspeiernder Eyjafjallajökull: Die Erwartungen
an die Hannover Messe 2011 waren hoch und wurden erfüllt. Mit der
besten Bilanz seit zehn Jahren schloss die Hannover Messe am 8.
April ihre Tore.
Mit hohen Erwartungen waren die 6500 ausstellenden Unternehmen aus
65 Ländern nach Hannover gekommen. Ihre Wünsche wurden erfüllt.
"Die Industrie hat in Hannover eine Extraportion Kraft getankt und
den Konjunktur-Turbo zugeschaltet", sagte Dr. Wolfram von Fritsch,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, am letzten Messetag
in Hannover. Insgesamt kamen 2011 deutlich mehr als 230 000
Besucher nach Hannover. Im Vergleich mit der inhaltlich
vergleichbaren Veranstaltung 2009 ist das ein Zuwachs zwischen zehn
und 15 Prozent. Etwa 60000 Besucher und damit über ein Drittel mehr
als im Jahr 2009 kamen aus dem Ausland.
Die Messe 2011 hat auch die Erwartungen der deutschen
Elektroindustrie übertroffen. In einer Befragung der Mitglieder des
Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI)
gaben nahezu ausnahmslos alle Aussteller an, mit dem Messeverlauf
sehr zufrieden zu sein. ZVEI-Präsident Friedhelm Loh sieht für die
Elektroindustrie seinen Optimismus bestätigt: "Das Powerhouse
Deutschland steht stärker da, als selbst die Optimisten unter uns
erwartet haben." Bereits 2010 hatte die deutsche Elektroindustrie
ein Allzeithoch bei Exporten verzeichnet.
Das Schwerpunktthema "Smart Efficiency" zog
Das Schwerpunktthema hieß "Smart Efficiency" und zog sich wie ein
roter Faden durch die Messe und spiegelte sich auch in den
Diskussionen auf den Foren wider. "In über 60 Foren hatten wir so
viele Besucher wie noch nie, 30 Prozent mehr als 2009“, sagte von
Fritsch.
Die Themen Energie und Automation waren besonders stark
nachgefragt. Es ging in Hannover um den 'Lösungsmix', das heißt um
den Energiemix der Zukunft, aber auch um Energieeffizienz. Von
Fritsch formulierte eine „Botschaft“, die von Hannover ausgehe:
„Wir können schneller Energie sparen, als neue Anlagen bauen. Die
Hannover Messe hat gezeigt, dass die Industrie bereits heute
effiziente Technologien anbiete - sie müssten nur eingesetzt
werden. Experten schätzen die Einsparpotenziale auf etwa 30
Prozent."
Interessante Themen im nächsten Jahr
Die in diesem Jahr erstmals ausgerichtete Sonderschau „Metropolitan
Solutions“ soll wegen der „überwältigenden“ Resonanz ausgeweitet
werden. In dieser Sonderschau ging es um Lösungen für die
wachsenden Metropolen. Der Trend zur Urbanisierung ist ungebrochen
und stellt enorm wachsende Herausforderungen an die Gesellschaft.
Fragestellungen sind die Bereiche Energie-, Wasser-, Abwasser-,
Mobilitäts- und Gebäudeinfrastruktur sowie Klimaschutz. Außerdem
soll es 2012 eine weitere Leitmesse geben, die „IndustrialGreenTec“
heißen wird. „Schwerpunkte der IndustrialGreenTec werden
industrielle Angebote zu Kreislaufwirtschaft, Entsorgung, Luft- und
Wasser-Reinheit für den Einsatz entlang der industriellen
Wertschöpfungskette sein“, so von Fritsch. „Das Motto lautet: Aus
der Industrie für die Industrie."
Die Hannover Messe 2012 findet statt vom 23.-27. April 2012
