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31.10.2011 | ZVEH: Konjunkturhoch bei E-Handwerken

Historische Höchstwerte bei der Herbstumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): Der Sommer war sehr gut. Im Herbst ist eine leichte Abkühlung möglich.

Die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe sind mit der Geschäftsentwicklung im Sommer 2011 sehr zufrieden. Bei der Herbstkonjunkturumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH stieg der Geschäftsklimaindex auf 74 Punkte – ein historischer Höchstwert. Auffallend sei laut ZVEH, dass sich die Konjunktureinschätzung in Ost und West in den vergangenen Umfragen kontinuierlich nahezu angeglichen habe. Dennoch: Die Beschäftigten- und die Auftragsentwicklung in den westlichen Bundesländern ist immer noch besser.

Trotz der aktuellen Hochstimmung verlieren die Betriebe vor dem Hintergrund der Finanzkrise nicht den Blick für die Realität: Der Index für die Perspektiven auf die Geschäftsentwicklung ist gefallen, die Erwartungen an Herbst und Winter sind leicht abgekühlt. Dies ist bei dem hohen Wert für die gegenwärtige Geschäftslage jedoch nicht verwunderlich. Bemerkenswert ist, dass auch dieser Index immer noch über dem Mittelwert liegt: 77 Prozent der Befragten sagen zwar, dass die Situation gleich bleiben werde, sich also nicht verbessere. Dennoch ist die Zahl derer, die eine Besserung erwarten (13 Prozent) immer noch größer als die derjenigen, die sich auf eine Verschlechterung einstellen (10 Prozent).

Mehr Aufträge von Privatkunden

Auch bei der Beurteilung der Beschäftigtenlage wird sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart (offene Stellen) und die Zukunft optimistisch beurteilt: Die positiven Meldungen überwiegen die negativen. Naturgemäß schätzen die Betriebe mit mehr Beschäftigten die Situation besser ein als die mit einer geringeren Mitarbeiterzahl.

Auch die Aussichten auf die zukünftige Geschäftslage sind bei den Kleinstbetrieben wie üblich etwas schlechter als bei größeren Unternehmen. Noch scheint allerdings die Auftragslage sehr günstig: Mehr als jeder zweite Betrieb berichtet von einem Auftragspolster, das über einen Monat hinausreicht. Im Vergleich zum Herbst 2010 haben die Aufträge von Privatkunden spürbar zugenommen, aber auch die gewerbliche Wirtschaft vergibt wieder mehr Aufträge. In den neuen Ländern haben Wohnungsbaugesellschaften und gewerbliche Auftraggeber einen höheren Stellenwert, in den alten Ländern private Kunden. Wenig neue Impulse kommen von der Öffentlichen Hand.

Die Preise sind gestiegen

Über drei Viertel der E-Handwerksbetriebe berichten laut Umfrage über gestiegene Einkaufspreise. Diese Preiserhöhungen wurden offensichtlich nur zum Teil weitergegeben, denn nur 30 Prozent melden, dass sie höhere Angebots- und Verkaufspreise am Markt durchsetzen konnten. Dazu passend melden 35 Prozent der Betriebe im Handwerksbereich, dass der Umsatz im vergangenen Halbjahr gestiegen ist. Der Handel tut sich traditionell etwas schwerer, hier sprechen nur 13 Prozent von einem besseren Umsatz.

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