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Auslösungen smart lokalisieren – ohne Verdrahtungsaufwand

Den betroffenen Stromkreis im Fehlerfall genau lokalisieren? Das setzte bisher einen hohen Verdrahtungsaufwand voraus. Deutlich einfacher geht es mit dem Hilfs- und Fehlersignalschalter 5ST3 COM aus dem SENTRON-Portfolio von Siemens: Das smarte Gerät verbindet in nur 0,5 TE die Vorteile von Sammel- und Einzelmeldung.

Hilfs- und Fehlersignalschalter dienen bekanntermaßen der Überwachung von Anlagen und Elektroinstallationen. Interessant wird es bei der Frage, wie die einzelnen Hilfsschalter in die Elektroinstallation eingebunden werden. Dabei stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Auswahl: eine Sammelmeldung, bei der mehrere Hilfsschalter in Serie einem Eingang in einer Steuerung zugeordnet sind, oder eine Einzelmeldung, bei der jeder einzelne Schalterkontakt separat zur Steuerung geführt wird. Sammelmeldungen sind aktuell die häufigste Form der Alarmmeldung. Das hat vor allem einen Grund: Die Verdrahtung ist vergleichsweise einfach. Diesem Vorteil steht jedoch auch ein großer Nachteil gegenüber: Der betroffene Stromkreis lässt sich bei einer Sammelmeldung nicht eindeutig identifizieren und damit auch nicht priorisieren. Ein Servicetechniker im Notdienst kann also z. B. nicht einschätzen, ob die Kühlung oder einfach nur die Beleuchtung ausgefallen ist – und ob dementsprechend ein nächtlicher Serviceeinsatz verhältnismäßig ist. Möchte man diese Unterscheidung aber treffen können, führte bisher kein Weg an einer Einzelmeldung vorbei. Nicht nur der Verdrahtungsaufwand ist dabei allerdings beträchtlich, es sind auch viele Steuerungseingänge notwendig.

Smarte Kombination: der SENTRON 5ST3 COM

Es gibt jedoch noch einen dritten Weg, denn der smarte Hilfs- und Fehlersignalschalter 5ST3 COM aus dem SENTRON-Portfolio von Siemens bietet eine ideale Lösung: Das Gerät kombiniert die Vorteile der Installationen für Sammel- und Einzelmeldung. Bei weiterhin geringem Platzbedarf von 0,5 Teilungseinheiten (TE) benötigt es bis auf die 24V-DC Versorgung keine weitere Verdrahtung und keine Steuerungseingänge.

Die 5ST3 COM-Schalter kommunizieren drahtlos an das Gateway Powercenter 1000, welches die Daten per Modbus an die übergeordnete Topologie überträgt. Damit ist zum einen die eindeutige Zuordnung des betroffenen Stromkreises möglich. Zum anderen lässt sich feststellen, ob eine manuelle oder eine automatische Abschaltung durch einen Fehler stattgefunden hat. Gleichzeitig ist die Installation einfach, da die drahtlose Technik naturgemäß weniger Verdrahtung erfordert. Darüber hinaus kann die in den Schaltern integrierte Temperaturüberwachung Aufschluss über Anomalien in der Elektroinstallation geben. Durch den Vergleich mit den Temperaturen benachbarter Geräte lässt sich bewerten, ob z. B. die Klimatisierung ausgefallen ist oder ob der Ausfall durch die Anschlüsse bzw. die Last eines Stromkreises verursacht wurde. Anhand der integrierten Zählung von Schaltspielen und Auslösungen lassen sich Aussagen über die noch zu erwartende Lebensdauer der angeschlossenen Geräten treffen. Individuell definierte Schwellwerte können per Alarmmeldung kommuniziert werden.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Kommunikations- und Messfunktion durch Anbindung herkömmlicher SENTRON Schutzschaltgeräte
  • Vorausschauende Wartung durch Zählen von Schaltspielen und Auslösungen für erhöhte Anlagenverfügbarkeit
  • Einfache Zustandsmeldung über den Schaltzustand (Ein, Manuell Aus, Ausgelöst, Ausgelöst mit blockierten Griff)
  • Geringer Platzbedarf von 0,5 TE
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